Lehmfarben

Ein ergiebiger, gut deckender und ökologischer Anstrich für Wände und Decken im Wohnbereich – das ist Lehmfarbe, die schon seit langem für die Gestaltung von Wänden eingesetzt wird. Da Lehmfarben diffusionsoffen sind, eignen sie sich besonders gut zur Beschichtung von Untergründen aus Kalk- und Lehmputz. Auch als Anstrich für Trockenbauflächen aus Gipskarton oder Gipsfaser können Lehmfarben verwendet werden.

Lehmfarbe ist sehr geruchsarm. Ihren natürlich weißen Farbton verdankt die Farbe reinem Kaolin, also der weißen Tonerde, die auch als Porzellanerde bekannt ist. Selbstverständlich können Lehmfarben auch mit farbigen Pigmenten abgetönt werden. Einsetzen lassen sie sich im gesamten Wohnbereich, sei es im Wohnzimmer, im Flur oder in Küche und Bad. Hinweis: Da Lehmfarbe wasch-, jedoch nicht wasserbeständig ist, sollte sie im Bad nicht im Spritzwasserbereich verwendet werden.

Auf (fast) jedem Untergrund leicht zu verarbeiten

Auf einem gut saugfähigen Lehmputz lässt sich Lehmfarbe auch ohne Tiefengrund ganz leicht streichen. Lehmputz ist nämlich der ideale Untergrund für alle Lehmfarben. Weiterhin kann Lehmfarbe auch Gips-, Kalk- und Zementputzen, auf Raufaser und Beton sowie auf gespachtelten Gipskartonplatten zum Einsatz kommen. Befinden sich auf der Wand Altanstriche? Kein Problem, denn auf einem solchen Untergrund erreicht Lehmfarbe eine gute Haftung und Deckkraft. Ein Probeanstrich vorab ist jedoch zu empfehlen.

Nicht geeignet ist die Farbe als Anstrich auf alten Latex- oder Ölanstrichen sowie in feuchten Kellerräumen. Blättert der vorhandene Anstrich bereits ab, sollte zunächst mittels Schleifen oder Abwaschen für mehr Tragfähigkeit gesorgt werden.

Lehmfarben regulieren die Luftfeuchtigkeit

In den Wohnräumen bilden Wände und Decke die größte Fläche. Gestaltet man diese Fläche richtig, lässt sich damit eine hervorragende feuchtigkeitsregulierende Wirkung erzielen – zum Beispiel durch Verwendung einer Lehmfarbe. Diese kann problemlos renoviert und ganz nach Bedarf auch mehrmals überstrichen werden. Tipp: Anstelle einer Lehmfarbe können Sie selbstverständlich auch einen feinkörnigen Lehmputz auf Wände und Decken auftragen.

Lehmfarbe ist farbintensiv und wohngesund

Wie ein Lehmputz besitzt auch die Lehmfarbe zahlreiche Eigenschaften, die einen positiven Effekt auf die Raumgesundheit haben. Da sie aus rein natürlichen Rohstoffen besteht, setzt sie selbst keienrlei Wohngifte frei. Außerdem besitzt sie alle positiven Eigenschaften von Lehm. Sie wirkt feuchtigkeitsregulierend, geruchsabsorbierend und ist zudem äußerst atmungsaktiv. Lehm besitzt nicht die Fähigkeit, sich aufzuladen, und genau deshalb zieht Lehmfarbe keine Schmutzpartikel an. Tipp: Einen optimalen feuchtigkeitsregulierenden Effekt erzielen Sie, wenn Sie unter die Lehmfarbe einen Lehmputz auftragen.

Einfach aufzutragen – auch für den Laien

Lehmfarbe kann auf verschiedene Weise auf die zu behandelnde Fläche aufgebracht werden. Ein Auftrag mit der Rolle ist ebenso möglich wie die Verwendung einer Spritzpistole oder einer Lasurbürste. Wichtig ist nur, dass der Untergrund sauber, stabil und trocken ist.

Lehmfarben von KREIDEZEIT und CasaNATURA

Mit der VEGA Lehmfarbe hat der Naturfarbenhersteller KREIDEZEIT eine Lehmfarbe im Sortiment, die als Bindemittel Pflanzenkasein und Ton enthält. Hierdurch erhält die Farbe nicht nur eine matte und samtweich wirkende Optik, sondern auch eine besonders hohe Festigkeit. Die Lehmfarbe VEGA zeichnet sich zudem durch eine hervorragende Deckkraft aus und ist sehr leicht zu verarbeiten. Es gibt sie in zahlreichen verschiedenen Farbtönen. Auch von CasaNATURA ist eine Lehmfarbe erhältlich. Die Lehmwandfarbe CAPRI ist eine naturweiße dekorative Wandfarbe für den Innenbereich, die sich für alle nicht-alkalischen Untergründe (z.B. Gipskarton, Lehmputze, Kalk- und Zementputze, Beton etc.) eignet. CAPRI besteht ausschließlich aus natürlichen Rohstoffen und hat einen Kaolin-Anteil von 45 Prozent. Aufgetragen ist die festkörperreiche Farbe sehr wischbeständig, elastisch und atmungsaktiv.