Zubehör

Das passende Zubehör – Werkzeug, das beim Streichen nicht fehlen darf

Streichen ohne das passende Zubehör klappt genauso gut wie das Streichen ohne Wandfarbe – nämlich überhaupt nicht. Neben der Farbe ist deshalb noch jede Menge Werkzeug zu besorgen. Aber ist jedes dieser Werkzeuge auch wirklich erforderlich? Wir von „Natürlich Streichen“ sorgen für Klarheit. In diesem Artikel erfahren Sie, welches Zubehör so wichtig ist, dass es beim Streichen auf keinen Fall fehlen darf.

Inhalt

Bevor Sie streichen – das richtige Zubehör für die Vorarbeiten

Die Wände streicht man nicht mal eben zwischendurch. Stattdessen ist Ausräumen und Abdecken angesagt, damit die wertvollen Möbel und der gute Boden keinen Schaden nehmen. Möbel und sonstige Einrichtungsgegenstände lassen sich schon mit einer einfachen, dünnen Abdeckplane effektiv vor Farbspritzern schützen – und genau deshalb sind die praktischen Planen für die Vorarbeiten unverzichtbar.

Wer schon einmal selbst gestrichen hat, weiß: Gerade das langsame, vorsichtige Streichen an Fenstern, Steckdosen und Kanten kostet Zeit. Schneller gehen die Streicharbeiten von statten, wenn Sie schon im Vorfeld alles abkleben, was später unbeabsichtigt angestrichen werden könnte. Zum Abkleben reicht einfaches Malerkrepp völlig aus.

Zusammenfassung: Werkzeug für die Vorarbeiten

  • Abdeckfolien oder Abdeckpapaier
  • Malerkrepp

Abdeckfolie und Abdeckpapier

Anwendungsbereich:

Bevor es ans Streichen geht, muss alles abgedeckt werden, was keine Farbspritzer abbekommen soll – also Möbel, Türen und Zargen, Heizkörper und Fensterrahmen. Hierzu verwendet man Abdeckfolie, die selbstverständlich auch bei anderen Renovierungsarbeiten zum Einsatz kommt – insbesondere dann, wenn Staub und Schmutz entstehen. Alternativen zur Abdeckfolie sind die Abdeckplane und das Abdeckpapier. Zum Abdecken des Bodens setzt man häufig das Abdeckpapier ein. Farbtropfen saugt das Papier problemlos auf. Zudem bietet es – im Gegensatz zur Folie – eine gewisse Rutschfestigkeit. Abdeckplanen kommen vor allem im Außenbereich zum Einsatz. Dort schützen die robusten, reißfesten und feuchtigkeitsabweisenden Planen zum Beispiel Gartenmöbel zuverlässig vor Wind und Wetter.

Material:

Abdeckfolien werden in der Regel aus Kunststoff gefertigt. Dieses Material hat den Vorteil, dass es sehr leicht ist. Aufgrund ihrer Ausmaße lassen sich mit Abdeckfolie auch große Flächen schnell und einfach abdecken. Sie kann mit normalem Klebeband ohne Weiteres fixiert werden und lässt sich nach den Arbeiten über den normalen Verpackungsmüll entsorgen. Abdeckplanen bestehen ebenfalls aus Kunststoff, sind aber dicker und schwerer als Abdeckfolien. Durch das hohe Gewicht sind Abdeckplanen besonders stabil, bleiben aber dennoch flexibel. Da die Planen wiederverwendbar sind, sind sie äußerst langlebig. Saugfähig, aber nicht reißfest – das sind die Kennzeichen von Abdeckpapier, wie wie Abdeckfolien auch für den Einmal-Gebrauch gedacht sind. Abdeckpapier wird immer häufiger aus Recycling-Material produziert.

Unser Tipp: Eine besonders robuste Malerplane erhalten Sie vom Hersteller GoldPack. Die leichte, aber extrem reißfeste Plane besteht aus Polyethyen und wird umweltverträglich hergestellt. Mit einer Größe von 20 qm ist sie groß genug, um die meisten Flächen im Innenbereich komplett abzudecken. Mit einer Stärke von 18 μm ist sie ausgesprochen strapazierfähig.

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Malerkrepp

Anwendungsbereich:

Vor dem Streichen gilt es, Türrahmen, Fensterrahmen, Leisten, Schalter und Steckdosen abzukleben. Diese Arbeit mag lästig und zeitraubend erscheinen. Wer aber das Abkleben unterlässt, hat hinterher das Nachsehen. Dann müssen nämlich Stellen, die Farbe abbekommen haben, mühsam gereinigt und nachbearbeitet werden. Malerkrepp gibt es in unterschiedlichen Breiten. Welche Breite man wählt, hängt von den Werkzeugen ab, mit denen man arbeitet. Wird mit einer Farbrolle gestrichen, ist ein breiteres Band zu empfehlen. Bei Stellen, die mit einem Pinsel gestrichen werden, genügt ein dünneres Band.

Material:

Malerkrepp gibt es in verschiedenen Materialien, die eine jeweils unterschiedliche Qualität aufweisen. Da Malerkrepp in der Regel sofort nach der Verwendung entsorgt wird, könnte man davon ausgehen, dass die Qualität nicht besonders wichtig ist. Dem ist allerdings nicht so. Mit Malerkrepp, das eine nur minderwertige Qualität besitzt, können Farbkanten trotz exaktem Abkleben unsauber erscheinen. Der Grund dafür ist einfach: Die Farbe dringt teilweise unter dem Kreppband durch. Und auch in der Beschaffenheit des Malerkrepps werden die Qualitätsunterschiede sichtbar. Günstige Klebebänder sind nämlich zumeist sehr dünn und können nur schwer angebracht werden. Sie reißen leicht und erschweren so die Vorbereitungen für die Streicharbeiten deutlich.

 

Unser Tipp: Mit seinem Soft Tape „Gold“ hat die Marke „Gerd Seitz“ ein besonders hochwertiges Malerkrepp in seinem Sortiment. Aus echtem japanischem Reispapier gefertigt, ermöglicht das Band gestochen scharfe Farbkanten. Das Band ist feuchtigkeitsstabil und hitzebeständig bis 150°C. Seine hohe Qualität macht es zum perfekten Helfer für das Abkleben empfindlicher Stellen, wie z.B. Holzfenster. Auf der Rückseite ist das Band mit einem speziellen Kleber versehen, der ein rückstandsloses Entfernen auch nach Monaten ermöglicht.

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Das Anmischen der Farbe – welches Werkzeug ist erforderlich?

Wandfarben sind für den direkten Einsatz oftmals zu dick formuliert. Deshalb empfehlen die Hersteller, die Farbe mit ein wenig Wasser zu verdünnen – insbesondere beim Erstanstrich. Einem 10-Liter-Farbeimer Wasser beizumischen, ist aber gar nicht so einfach, wie es klingt. Hierfür braucht es vor allem eines: Zeit und Geduld. Und natürlich das passende Rührwerkzeug. Wer es so einfach wie möglich mag, kann für das Unterrühren einen einfachen Stab aus Holz oder Kunststoff verwenden, und auch ausrangierte Kochlöffel haben sich in der Praxis bewährt. Die professionelle Alternative für das Anmischen der Farbe ist der Rührstab für die Bohrmaschine. Wer einen solchen Aufsatz sein Eigen nennt, spart beim Anmischen der Farbe eine Menge Zeit und Kraft. Tipp: Ob Holzstab, Kochlöffel oder Rührstab, jedes dieser Werkzeuge können Sie selbstverständlich auch für das Abtönen der Farbe mit einer Abtönpaste oder Pigmenten verwenden.

Zusammenfassung: Werkzeug für das Anmischen der Farbe

  • Holz- oder Kunststoffstab oder
  • Kochlöffel oder
  • Rührstab (Aufsatz für die Bohrmaschine)

Rührstab

Anwendungsbereich:

Ein Rührstab ist ein spezieller Aufsatz für die Bohrmaschine. Mit seiner Form und durch die schnelle Drehung der Bohrmaschine lassen sich mit einem solchen Aufsatz Wandfarben schnell und mühelos auf den Auftrag vorbereiten. Der weitere Anwendungsbereich ist breitgefächert, denn neben Wandfarben können auch Spachtelmassen, Mörtel, Zement und Fliesenkleber mit einem Rührstab vermischt werden.

Material:

In der Regel werden Rührstäbe aus pulverbeschichtetem Stahl gefertigt. Dadurch sind sie äußerst langlebig und nahezu unverwüstlich. Qualitätsunterschiede werden in der Form des Rührstabes sichtbar. Während einfache Modelle eine einzige einfache Wendespirale besitzen, weisen hochwertige Modelle eine doppelte oder dreifache Spirale auf. Auch die Größe der Spirale lässt Rückschlüsse auf die Qualität zu. Hier gilt der Grundsatz: Je größer die Spirale, desto effektiver der Stab.

 

Unser Tipp: Einen einfachen, aber effektiven Rührstab für den Heimgebrauch erhalten Sie mit dem „Farbrührer Propeller 60mm“. Der Farbrührer besteht aus einem 35 cm langen Metallstab (Durchmesser 6mm) und einem Kunststoffpropeller (Durchmesser 6cm). Der Stab kann sowohl in eine Bohrmaschine als auch in einen Akkuschrauber eingespannt werden.

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Das richtige Streichwerkzeug – Pinsel oder Rolle?

Jetzt wird`s spannend, denn nun beginnt die eigentliche Streicharbeit. Die klassische Frage, ob mit der Rolle oder dem Pinsel gestrichen werden soll, lässt sich schnell beantworten: Sie benötigen beides! Wer eine Wand ausschließlich mit einem Pinsel streichen will, verliert spätestens nach ein paar Quadratmetern die Geduld. Das ausschließliche Streichen mit einer Farbrolle birgt allerdings auch seine Tücken, denn mit einer solchen Rolle gelangt man nicht in Kanten und Ecken. Deshalb gilt: Streichen Sie schwer zugängliche Stellen wie Kanten, Ecken oder Steckdosen stets mit einem etwa zwei fingerbreitem Ringpinsel. Der großflächige Auftrag der Farbe kann dann ganz bequem mit der Farbrolle erfolgen. Eine gute Farbrolle zeichnet sich durch eine hohe Farbaufnahme auf, so dass sich in nur wenigen Minuten eine Wandbreite von bis zu 50 cm streichen lässt.

Zusammenfassung: Werkzeuge für`s Streichen

  • Ringpinsel (etwa zwei fingerbreit)
  • Farbrolle(n)

Farbrollen

Anwendungsbereiche:

Farbrollen lassen sich äußerst vielseitig anwenden. Zum Weißeln von Wänden können Sie sie ebenso verwenden wie Verarbeiten von bunten Wandfarben. Die praktischen Rollen bieten den Vorteil, dass man mit ihnen die Farbe einfach und schnell auf die Wand aufbringen kann, und mit ein wenig Übung wird das Ergebnis schön gleichmäßig. Neben Wandfarben können auch Lasuren und Lacke mit speziellen Farbrollen aufgetragen werden und das Ergebnis übertrifft den Auftrag mit einem einfachen Pinsel um Längen.

Material:

Klassische Farbroller bestehen aus einer Fassung, in der sowohl der Stiel als auch die Rolle befestigt wird. Dieser grundlegende Aufbau ist immer gleich. Unterschiede gibt es lediglich bei der Rolle selbst. Günstige Farbrollen werden oftmals aus einfachen Polyamidfasern hergestellt. Teurere Varianten setzen hingegen auf hochwertiges Material wie zum Beispiel Naturfelle. Farbrollen von schlechter Qualität sind übrigens leicht zu erkennen. Die Fasern sind solchen Modellen sehr kurz und fühlen sich nicht sehr weich an. Beim Auftragen der Farbe klatschen die Fasern schnell zusammen. Oftmals hinterlassen sie an der Wand Flusen. Farbrollen für Lasuren und Lacke bestehen zumeist aus Schaumstoff – ein Material, das ein gleichmäßiges Auftragen der Farben gut ermöglicht.

 

Unser Tipp: Eine universell einsetzbare Farbwalze, die eine sehr gute Farbaufnahme und -abgabe ermöglicht – das ist die Profi Farbwalze von Wistoba. Der Farbroller besteht aus Endlosgarn aus 100% Polyamid und ist deshalb völlig flusenfrei. Der Kerndurchmesser beträgt 55mm, die Höhe des Flors 18mm. Die Farbrolle passt auf alle 8mm-Farbrollerbügel. Sie hat einen leichten Lauf, ist flüssigkeitsdicht und erreicht eine hohe Quadratmeter-Leistung.

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Weitere praktische Helfer

Abdeckplane und Malerkrepp, Pinsel und Rolle – sollte das schon alles sein, was man für das Streichen seiner Wände benötigt? Nicht ganz, denn es gibt noch das ein oder andere weitere Werkzeug, das Sie beim Streichen unbedingt zur Hand haben sollten.

Wenn Sie die Farbe mit Pigmenten oder einer Abtönpaste einfärben wollen, ist ein zusätzlicher Eimer unumgänglich. Ebenfalls benötigt wird ein Abstreifgitter, mit dem überschüssige Farbe ganz leicht von der Farbrolle entfernt werden kann. Tipp: Die Farbe lässt sich besonders leicht aufnehmen, wenn Sie jeweils eine kleine Menge davon in eine Farbwanne umfüllen. Um die Wandbereiche in der Nähe der Decke mühelos zu erreichen, bedarf es einer kleinen Leiter. Alternativ kann an der Farbrolle ein Teleskopstiel befestigt werden.

Zusammenfassung: Weiteres Streichwerkzeug

Farbwannen

Anwendungsbereich:

Farbwannen sind beim Streichen als äußerst nützliche Helfer. Denn die handlichen Behälter sind multifunktional: Sie kombinieren einen Vorratsbehälter für die Farbe mit einer Abstreifvorrichtung für die Farbrolle und bieten so Ersatz für Farbeimer und Abstreifgitter. Farbwannen sind insbesondere dann hilfreich, wenn mit Hilfe einer Leiter gestrichen wird. In einem solchen Fall wäre ein herkömmlicher Farbeimer eher hinderlich. Beim Verarbeiten von Lacken ist die Farbwanne nahezu unverzichtbar, denn für ein Eintauchen der Farbrolle sind Lackdosen zu klein.

Material:

Farbwannen werden aus einem leichten, festen Kunststoff hergestellt. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen und Farben. Die gebräuchlichsten Farben sind Blau und Rot. Neben der Wanne, in die die Farbe eingefüllt wird, befindet sich eine Fläche mit Erhebungen. Diese Erhebungen sind nichts anderes als das „Abstreifgitter“, denn dort kann überschüssige Farbe abgestreift werden. In ihrem Aufbau sind Farbwannen sehr durchdacht: Sie können sowohl auf ebener Fläche stehen als auch gut mit der Hand gehalten werden.

 

Unser Tipp: Ein nützlicher Helfer bei allen Streicharbeiten ist die klassische Farbwanne aus blauem Kunststoff. Sie hat die Maße 35x32x cm und kann für Rollen mit einer Breite von bis zu 250mm verwendet werden.

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Abstreifgitter

Anwendungsbereich:

Das Abstreifgitter hat die Aufgabe, überschüssige Farbe von der Farbrolle zu entfernen. Hierzu wird es direkt in den Farbeimer eingehängt. Nach dem Aufnehmen der Farbe streift man dann die Rolle mehrmals am Gitter ab – das Zuviel an Farbe kann nun am Gitter abtropfen und landet wieder im Farbeimer. Die Verwendung eines Abstreifgitters ist immer dann zu empfehlen, wenn beim Streifen eine Rolle zum Einsatz kommt.

Material:

Abstreifgitter sind in unterschiedlichen Varianten erhältlich. Gitter aus Metall gibt es ebenso wie Modelle, die aus einfachem Kunststoff gefertigt sind. Abstreifgitter aus Metall haben den Vorteil, dass sie stabiler sind und länger halten. Kunststoff-Gitter sind im Gegensatz dazu deutlich leichter. Es sind insbesondere die Kunststoff-Gitter, die sich hinsichtlich ihrer Qualität deutlich voneinander unterscheiden. Hochwertige Modelle zeichnen sich nämlich durch einen besonders festen Kunststoff aus.